Der Orchideenleitfaden

 

Epidendrum

Aus Nord-, Mittel- und Südamerika, bevorzugt hellen Standort, im Sommer am Südfenster aber leicht schattieren

Miltonia Aus tropischem Mittel- und Südamerika, als Aufsitzer auf Bäumen. Möchte hell, aber ohne direkte Sonne, also am Ost- oder Westfenster stehen. Wurzeln sind salzempfindlich, daher nur halbe Konzentration nehmen. Mit kalkfreiem Wasser regelmäßig gießen.

 

Dendrobium-nobile-Hybriden

Aus Nordindien, Himalaya, China, Monsungebieten. Möchte sehr hell, aber ohne direkte Sonne stehen. Bei jedem dritten Gießen in moderater Menge während des Wachstums düngen. Im Frühjahr nicht zu warm stellen, sonst treiben Kindel statt Blüten aus.

 

Cymbidium

Aus Indien bis Japan, hat hohen Nährstoffbedarf, daher während des Wachstums alle acht Tage düngen. Im Winter alle 2 Wochen. Blüte ist im Herbst bis Frühjahr, nächtliche Kühle fördert den Blütenansatz. Da keine Ruhezeit, wachsen neue Triebe oft zusammen mit neuen Blüten.

 

Paphiopedilum

Aus Indien, Südchina, tropischen Regionen. Nicht ins Herz gießen. An warmen Tagen besprühen, im Winter trockener halten. Blüht Herbst und Frühjahr. Von Juni bis August ins Freie stellen, um die Blüte zu fördern.

 

Oncidium

Tropische und subtropische Herkunft. Meistens als Aufsitzer auf Bäumen. Im Sommer leicht beschatteter Platz im Garten möglich. Häufiges Einsprühen beugt Spinnmilben vor.

 

Cattleya

Aus Mittel- und Südamerika, als Aufsitzer, aber auch auf Felsen wachsend. Möchte sehr hell stehen, sonst bildet sie keine Blüten. Im Sommer aber direkte Sonne vermeiden. Am besten mit kalkfreiem Wasser gießen.

 

Odontoglossum

Aus Gebirgsregionen Mittel- und Südamerikas, möchte wie die meisten anderen Orchideen auch hell, aber ohne direkte Sonne stehen und verträgt wie viele Orchideen auch wegen ihrer Salzempfindlichkeit nur verdünnte Düngergaben.

 

Cambria

Temperaturabsenkung auf 12 bis 16°C über mehrere Wochen vor der Ausbildung der Blüte fördert die Blüte.

 

Phalaenopsis

Gute Anfänger-Orchidee. Sie braucht einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Düngergaben einmal die Woche im Sommer. Im Winter alle 14 Tage. Die besten Haltbarkeitserfolge sind zu erzielen, wenn Sie in gemäßigten Zeiten ein Schnapsglas voll Wasser pro Woche gießen.

 

Weitere Tipps:

Aufstellen: Verzichten Sie wo es geht auf Übertöpfe. Verwenden Sie besser Untersetzer mit etwas Blähton oder Seramis und stellen Sie die Orchidee dorthinauf. Sollten Sie doch einen Übertopf nehmen, formen Sie vorher Alufolie zu einer "runden Wurst" und legen Sie diese "Wurst" unten in den Übertopf. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass die Orchidee niemals nasse Füße bekommt.

Wurzeln: Sind sie matschig und braun, dann steht die Orchidee zu nass. Bei Wurzeln wie Stroh sollten Sie Ihre Pflanze mal wieder umpflanzen. Bitte nehmen Sie dafür spezielle Orchideenerde. Pflanzen Sie Ihre Orchidee nicht in einen zu großen Topf, da sie dort meistens zu nass steht.

Allgemeines: Die meisten Orchideen haben Luftwurzeln. Dieses sind Wurzeln die oben aus dem Topf wachsen. Nicht abschneiden! Ihre Orchidee braucht sie! Häufig werden jetzt durchsichtige Pflanztöpfe verwendet. Dieses wird gemacht, damit auch die Wurzeln im Topf, welches im engeren Sinne auch Luftwurzeln sind, assimilieren können.

 

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